Spaziergang rund um Stolpe

Grundschule noch mit Trauerweide

Grundschule noch mit Trauerweide

Wir beginnen unseren Rundgang an der Grundschule, wo ausreichend Parkplatz zur Verfügung steht. Eigentlich ist die Richtung egal, aber heute wenden wir uns nach links und laufen die südliche Dorfstraße hinunter. Schräg gegenüber der Schule liegt der Hof Steinfeldt, der als einziger im Dorf noch bewirtschaftet wird. Gegenüber, auf der östlichen Seite der Dorfstraße liegt das Haus 29. Früher war es ein Bauernhof, später wurde hier eine Bäckerei eingerichtet, die Anfang der 90er Jahre aufgegeben wurde.

Blick zur alten Bäckerei

Blick zur alten Bäckerei

Bergab geht der Weg hinter der KFZ-Werkstatt Möller, die früher ein Bauernhof mit dem Namen „Op de Wach“ war. Zu diesem Hof gehörten früher die großen Erdbeerplantagen auf dem Kamp, wo heute die A 21 hindurch läuft. Geht man die Straße hinunter, kann man zwischen den Häusern immer wieder den Stolper See im Tal durchblitzen sehen.

Gegenüber dem Haus Seeblick führt die Straße „Auf dem Kamp“ rechts hinauf auf die Anhöhe, wo eines der Stolper Neubaugebiete entstanden ist.

Zur linken Seite breitet sich nun eine Feuchtwiese aus, die zum Ufer hin mit Erlengebüsch bewachsen ist, das in den breiten Schilfgürtel übergeht. Diese Fläche gehört schon zum Stolper Moor, ein Niedermoor, das sich am Südende des Stolper Sees zu beiden Seiten ausbreitet. Hier haben in früheren Zeiten, auch in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, Familien Torf als Brennstoff gestochen und getrocknet.

Blick über die Feuchtwiese

Blick über die Feuchtwiese zum Stolper See

Wir jedoch gehen nicht geradeaus in den Moorredder hinein, sondern folgen dem Knick der Straße nach rechts in den Wiesenweg. Nun verläuft auch hier der Weg bergauf und unterquert die Autobahn A 21.

Wir steigen weiter bergan und passieren den landschaftsprägenden Baum auf der Höhe.

Eiche im Wiesenweg im Herbst

Die 2016 gefällte Buche im Wiesenweg

Nun haben wir fast die Wankendorferstraße erreicht, die die Gemeinden Stolpe und Wankendorf miteinander verbindet. In früheren Zeiten verlief hier die Bundesstraße 404 von Kiel nach Hamburg. Als der Autoverkehr in den 60er Jahren explodierte, wurde zu den Olympischen Spielen 1972 in Kiel der kürzeste Autobahnabschnitt Deutschlands, die A 21 gebaut, leider mitten durch unser schönes Dorf.

Wir überqueren die Straße und wenden uns nach rechts, nicht ohne nach links einen Blick auf das ehemalige Altenheim von Stolpe geworfen zu haben. Auf dem kombinierten Geh- und Radweg läuft es sich bequem. Zur linken, westlichen Seite liegen die Felder. Hier beginnt bereits die Geest, wie man an der flachen Landschaft erkennen kann.

Sonnenuntergang an der Wankendorfer Straße

Sonnenuntergang an der Wankendorfer Straße

Auf der rechten Seite der Wankendorferstraße reiht sich Haus an Haus mit noch wunderbar großen, alten Gärten hinten an. Dort, wo die Kampstraße in die Wankendorferstraße einmündet, befindet sich der Reitplatz des Reit- und Fahrvereins Wankendorf und Umgebung. Stolpe ist ein echtes Pferdedorf. Häufig sieht man Gruppen von kleinen und auch großen Reitern über die Straße ziehen.

Der Reitplatz

Der Reitplatz des Reit- und Fahrvereins Wankendorf und Umgebung, der seinen Sitz in Stolpe hat

Nun führt die Straße bergan. Es beginnt der Aufstieg zur Autobahnbrücke. Links unten im Tal sieht man die Häuser des Neubaugebietes Im Grund. Eine bunte Vielfalt an Häusern hat sich dort unten versammelt, gruppiert um den zentralen Platz, das Stolper Ei. Dort, wo links die steile Treppe ins Gebiet hinunterführt, wenden wir uns rechts wieder über die Straße und überqueren auf der Brücke die A 21, die seit der Wiedervereinigung immer größere Verkehrsmengen aufnehmen muss.

Stolper Ei in der Abendsonne

Stolper Ei in der Abendsonne

Unterhalb der Brücke liegt eine Straßenkreuzung. Nach rechts geht in die Sackgasse Am Pfeifenkopf. Hier auf der linken Seite stand früher die berühmte Gaststätte „Zum Pfeifenkopf“. Im Jahr 1994 ist sie einem Brand zum Opfer gefallen und wurde nicht wieder aufgebaut. Stattdessen stehen an der Stelle drei neue Wohnhäuser. Am Ende der Straße befindet sich der in Norddeutschland einmalige Kräuterpark.

Die neuen Häuser nach dem Brand der Gaststätte "Zum Pfeifenkopf"

Die neuen Häuser nach dem Brand der Gaststätte “Zum Pfeifenkopf”

Nach links führt der Depenauer Weg. Auf der Ecke steht die alte Schmiede von Stolpe. Dahinter befindet sich das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Stolpe, und weiter dahinter das Dorfgemeinschaftshaus mit dem Kindergarten „Rappelsnut’n“.

Das Dorfgemeinschaftshau

Das Dorfgemeinschaftshaus

Wir gehen nun weiter die Obere Dorfstraße hinunter. Links das Gebäude Nr. 3 war die alte Meierei von Stolpe. Früher gab es viele kleine Kaufläden im Dorf, so auch im Anbau von Haus Nr. 5. Diese Läden sind jedoch alle dem Trend zum Supermarkt zum Opfer gefallen.

So geht der Weg weiter die Dorfstraße hinunter, vorbei an hübschen Einfamilienhäusern und alten Höfen, die heute mit Wohnungen ausgebaut sind. Schaut man genau hin, so erkennt man, dass fast alle alten Höfe den gleichen Grundriss haben.

Hof Pelk

Hof Pelk

An der Biegung geht nach links der Gärtnersteg in die Felder oberhalb des Stolper Sees. Nach rechts führt die kleine Stichstraße Fischerredder, dessen Name die frühere Bedeutung des Stolper Sees für die Menschen widerspiegelt.

Nun sind es noch einige wenige Meter, vorbei am Resthof Böttiger, wo heute noch Hühner, Enten und Pferde laufen, bis wir die Grundschule, unseren Ausgangspunkt, wieder erreicht haben.

Hof Hochtor - heute der Resthof Böttiger

Hof Hochtor – heute der Resthof Böttiger

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

captcha

Please enter the CAPTCHA text

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>