Brände auf Gut Bundhorst

Brand 1832

1832 wütete ein Brand auf Gut Bundhorst, bei dem alle Gebäude bis auf das Schloss, das in einigem Abstand zu den landwirtschaftlichen Gebäuden stand, niedergebrannt wurden. Das Gut gehörte zu der Zeit der Witwe Vidal. Verwalter war Eugen Joachim Lütkens.

Für 1850 ist der Neuaufbau bereits belegt. Er dürfte bereits sofort im Anschluss stattgefunden haben.

 

Neu aufgebaute Wirtschaftsgebäude nach 1832

Neu aufgebaute Wirtschaftsgebäude nach 1832 (Ausschnitt aus Ölbild C. Grabau)

Brand 1965

1965 sollte das Kavaliershaus hinter dem ehemaligen Schloss als Altenteiler für Dr. Heinz-Erich Wandhoff und seine Frau ausgebaut werden. Das neue Schieferdach, das in der Heimat der Familie in Wandhofen üblich ist, war bereits fertig gestellt. Kinder spielten mit einer brennenden Kerze, Entzündliches Material brannte, so griff das Feuer um sich. Die Decken- und Fußbodenbalken brannten alle nieder. 1992 wurde das Kavaliershaus restauriert.

 

Kavaliershaus

Kavaliershaus

Brand 1979

Im Protokoll der Freiwilligen Feuerwehr Depenau heißt es:

„Einen besonders harten Einsatz erforderte ein Brand am 13. März 1979 in einem 1200 m² großen Wirtschaftsgebäude auf Gut Bundhorst. Die Depenauer Wehr war 15 Stunden ununterbrochen im Einsatz. Gemeinsam mit den benachbarten Wehren konnten das neue Gutshaus und ein Anbau mit 120 Schweinen gerettet werden. Das Stallgebäude und 350 Schweine wurden ein Raub der Flammen.“

Am 13. März 1979 brannte die alte halbgemauerte Scheune an der Westseite des Hofes ab, deren Ruine einer Wellblechlösung weichen musste.

 

Brand 1979

Abgebrannte Scheune 1979

Brand 1991

Am 22. April 1991 brannten ausgelöst durch elektrischen Kurzschluss der alte Pferde- und Schweinestall, sowie der ehemalige Kuhstall ab. Während die Ruine des Pferde- und Schweinestalls heute noch andeutungsweise steht, wurde in der Folgezeit der alte Kuhstall in Ferienwohnungen umgebaut.

 

Brandeinsatz am 22.4.1991

Brandeinsatz am 22.4.1991 (Foto: Giese, Preetz)

Brand 2005

Ein Feuer zerstörte am 3.2.2005 das Gebäude einer Putenfarm in Bundhorst, Gemeinde Stolpe. Bis auf die Grundmauern brannte der Stall nieder. Ca. 6.500 Tiere, 4.500 Küken und 2.000 größere Puten, kamen dabei um. Gegen 11.20 Uhr alarmierte ein Mitarbeiter des Gutes Bundhorst über Polizeiruf 110 die Feuerwehr und die Polizei. Als Beamte der Polizeistation Wankendorf wenig später am Gutshof eintrafen, brannte ein 25 x 50 m² großes Gebäude bereits erheblich. In diesem Gebäude wurden Puten aufgezogen. Kurz darauf traf auch die Freiwillige Feuerwehr aus Depenau als zuständige Wehr ein. Nach und nach kamen noch die amtsangehörigen Wehren aus Stolpe, Belau, Wankendorf, Ruhwinkel und Schönböken, sowie die Nachbarwehr aus Löptin und der Drehleiterwagen aus Plön dazu. Insgesamt waren ca. 80 Feuerwehrmänner am Brandort. Trotzdem war das Gebäude nicht mehr zu retten. Gegen 13.40 Uhr war das Feuer gelöscht. Die letzten verbleibenden Aufräumarbeiten wurden von den Feuerwehren Depenau und Stolpe durchgeführt. Das in der Nähe stehende Wohngebäude des Besitzers der Putenfarm konnte geschützt werden. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Über die Ursache des Ausbruches des Feuers ist bislang nichts bekannt. Die Untersuchungen dazu werden durch einen Sachverständigen vorgenommen. Die Kriminalpolizeistelle Plön schätzt den Sachschaden auf ca. 400.000 €. Die direkt an dem Gutshof vorbei führende Landesstraße 67 ( zwischen der B 404 und Ascheberg ) musste während der Löscharbeiten ganz gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet.

 

 

 

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