Stellmacherei Friedrich Lantau

In der Stellmacherei

In der Stellmacherei – später

Friedrich Lantau wurde am 12.6.1889 in Hohenfelde geboren. Er hatte zwei jüngere Geschwister, Ernst und Anna. Anna war 10 Jahre jünger als Friedrich. Sie war die Mutter von Käthe N., geb. Lantau aus Selent, die im Jahr 2014 im hohen Alter verstorben ist.

Friedrich Lantau heiratete gegen den Willen seiner Familie Anna Willms, genannt Ännchen, die Tochter von Willm Willms vom Hof Silgenwisch.

Am 29. Juni 1923 legte er in Kiel vor der Handwerkskammer zu Altona seine Meisterprüfung im Stellmacher-Handwerk ab.

1924 baute er  für seine Familie ein Wohnhaus und eine Stellmacherei in der Dorfstraße, heute Nr. 14.

Die Familie Lantau wohnte im Erdgeschoss, die obere Wohnung wurde vermietet.

In der Stellmacherei, auch Radmacherei genannt, einem Nebengebäude hinter dem Wohnhaus, wurden Holzräder und Karosserien hergestellt. Friedrich Lantau hatte schon 1924 einen Motorenraum angebaut, sodass er mit elektrischen Maschinen arbeiten konnte. 1925 gehörten ihm Maschinen zum Hobeln und eine horizontale Gattersäge.

Am 5. September 1927 brach morgens um 8.00 Uhr aus unbekannten Gründen ein Großfeuer aus. Es verbrannten alle Maschinen und der große Holzvorrat, sowie das Wohnhaus bis auf die Grundmauern. Der angerichtete Schaden war nur zu einem kleinen Teil über eine Versicherung abgedeckt. Das Anwesen wurde im Laufe des nächsten Jahres wieder aufgebaut.

Da die Nachfrage nach Rädern und Karosserien aus Holz nachließ, fertigte er zum Schluss auch Tischlerarbeiten an, was ihm notgedrungen Ärger mit den ortsansässigen Tischlern einbrachte.

Friedrich Lantau verstarb am 13.9.1954 in Stolpe.

Die alte Stellmacherei

Die alte Stellmacherei

Die alte Stellmacherei hinter dem Wohnhaus ist heute ebenfalls zur Wohnung ausgebaut.

 

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