Symbolische Übergabe der Stolpersteine bei Dauerfrost

Gunter Demnig und Holger Bajorat

Gunter Demnig und Holger Bajorat

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt traf der Künstler Gunter Demnig um Punkt 13 Uhr in Stolpe am Wiesenweg / Ecke Wankendorferstraße ein. Hier am letzten freiwilligen Wohnsitz der ermordeten Brüder Richard und Johannes Wehde sollen die Stolpersteine in das Pflaster eingefügt werden.

Holger Bajorat

Holger Bajorat hält eine kurze Red zum Gedenken

Eine Verlegung der mit einer Metallplatte verzierten Pflastersteine kam leider aufgrund der Temperaturen nicht in Frage. So blieb es bei einer symbolischen Übergabe durch den Künstler. Ca. 20 Bürger und drei Pressevertreter hatten sich eingefunden. Als Ehrengast erschien die in Wankendorf lebende Nichte der beiden Euthanasieopfer.

Die beiden Stolpersteine

Die beiden Stolpersteine

Bürgermeister Holger Bajorat hielt eine kurze Ansprache, mit der an die ermordeten Brüder, zwei Söhne des ehemaligen Verwalters des Stolper Altersheims Johannes Wehde erinnerte. Dann übergab der Künstler die beiden Stolpersteine an die  Gemeinde Stolpe. Die Metallplatte aus Messing enthält den Namen, das Geburtsjahr, das Datum der Einweisung in die Landesheilanstalt Neustadt und das Datum der Verlegung in die Tötungsanstalt Bernburg, das zugleich auch der Tag der Ermordung durch die Nationalsozialisten im Rahmen der Euthanasieaktion T 4 war.

Versammlung der Bürger

Versammlung der Bürger

Gleichzeitig legte der Künstler den genauen Ort der Verlegung fest, die von einem ortsansässigen Unternehmen bei besseren Wetterbedingungen durchgeführt wird. Heinz-Bruno Wunsch, der Vorsitzende des Bauausschusses der Gemeinde Stolpe, fixierte die Stelle mit einem Spray. Der Stolper Filmemacher Lothar Marx filmte die würdige Veranstaltung.

Gäste der Veranstaltung

Gäste der Veranstaltung

Anschließend lud der Bürgermeister die durchgefrorenen Anwesenden zu einem Kaffee ins Dorfgemeinschaftshaus ein. Leider nahm der Künstler nicht mehr daran teil, weil er zum Ort der nächsten Stolpersteinverlegung im niedersächsischen Rehburg-Loccum fahren wollte, wo er bereits erwartet wurde.

 

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