Die Entwicklung des Gewerbegebiets Stolpe in zwei Schritten – 1998 bis 2026

Erstes Gewerbegebietsschild im Jahr – 2007

Das Gewerbegebiet der Gemeinde Stolpe in heutiger Form liegt im südlichen Gemeindegebiet nördlich der Streuobstwiese der Gemeinde hinter dem Grundstück Wankendorfer Straße 20, westlich der Autobahn 21, südlich des Autobahnzubringers der Anschlussstelle der A 21 Wankendorf – Stolpe und östlich der Wankendorfer Straße/Kirchtor.

Das Gebiet des heutigen Gewerbegebiets war ursprünglich Ackerland.

Anbindung der Straße in die geplante Erweiterung – 2002

Im Jahr 1999 diskutierte die Gemeindevertretung den Vorschlag, ein Gewerbegebiet in Stolpe einzurichten. Auf Vorgabe des Landes SH musste Stolpe als kleine Gemeinde die Gewerbegebietsplanungen mit dem südlichen Nachbarn Wankendorf abstimmen. Dabei musste Stolpe einige negative Auswirkungen beim Verkauf der Gewerbegrundstücke hinnehmen.

Der Anfang war schwer – 2004

Zuerst wurde die Errichtung eines Autohofs angedacht. Dieses Vorhaben konnte aus vielerlei Gründen nicht realisiert werden. Also versuchte man die Gewerbegebietsflächen an kleine Handwerksbetriebe, vorrangig regionale Betriebe, zu verkaufen. Dabei musste die Gemeinde Stolpe bei jedem Verkauf einer Fläche unter 4000 m² eine finanzielle Abgabe an die Kooperationsgemeinde abtreten.

Blick durch den bestehenden Knick zur Straßenmeisterei – 2008

Der Kernpunkt des ersten Abschnitts war im Jahr 1998 die Errichtung der Straßenmeisterei Stolpe direkt vorn an der Ausfahrt in die Wankendorfer Straße: Und so bekam die neu gewidmete Straße den Namen „An der Straßenmeisterei“.

Von vorn herein bot die Straßenmeisterei wertvolle Arbeitsplätze für die Region an. Heute sind es 22 Mitarbeiter, sowie noch 2 offene Stellen.

Es siedelten sich weitere Betriebe mit Bezug zu Stolpe an, eine Dachdeckerei, eine Firma für Fördertechnik für Kiesabbau und die Hochbaufirma eines Maurermeisters. Daneben wurde ein Regenrückhaltebecken angelegt.

Später vervollständigte die Autowaschanlage „Auto Wellness Stolpe“, die Halle eines Käsehandels und die SH-Zentrale eines Vieh-Transportunternehmens das Ensemble des ersten Abschnitts des Gewerbegebiets Stolpe.

Von Anfang an bot der 1. Abschnitt Platz zum Abstellen von LKWs – 2010

Der Knick entlang der rechten Seite der Stichstraße blieb bestehen und bildete die südliche Begrenzung.

Da der Verkauf der Gewerbeflächen zuerst nur zögernd anlief, wartete die Gemeinde Stolpe ca. 20 Jahre, um die von vorherein angedachte Erweiterung nach Süden in Angriff zu nehmen. Als das anvisierte Ackerland zum Verkauf stand, nahm die Gemeindevertretung 2020 die weitere Planung auf.

Es fanden sich ausreichend Kaufinteressenten für die Gewerbegrundstücke.

Der 1. Spatenstich für Abschnitt 2 im März – 2022

So feierte man im März 2022 den ersten Spatenstich für den 2. Bauabschnitt. Der damalige Verkehrsminister Buchholz war zu Gast, ebenso Wankendorfs Bürgermeisterin Roßmann sowie der Stolper Bürgermeister Holger Bajorat. Im Gepäck hatte Bernd Buchholz einen großen Scheck des Landes Schleswig-Holstein für beide Gemeinden.

Da die Straße „An der Straßenmeisterei“ in einem großzügigen Wendehammer auslief, wurde die schon im ersten Bauabschnitt angelegte Straße so verlängert, dass sie im 2. Bauabschnitt ein Rechteck bildet, das gegenüber der Einfahrt zur Straßenmeisterei in den ursprünglichen Straßenverlauf einmündet. Auf die Weise entstanden 2 Bereiche: der eine, größere, von der Straße „An der Straßenmeisterei“ hin zur Grenze an der A 21, zum südlichen Knick sowie nach Westen zur Wankendorfer Straße/Kirchtor hin. Hier siedeln sich die Firmen mit größerem Platzbedarf an. Auch das Regenrückhaltebecken entstand im hinteren Bereich neu.

Der andere, kleinere, Bereich entstand innen zwischen dem erhaltenen Knick und dem weiteren Verlauf der Straße „An der Straßenmeisterei“. Hier entstehen die baulichen Anlagen zurzeit in der Planungsphase (Stand Februar 2026).

Altes inzwischen zugeschüttetes Regenrückhaltebecken in Abschnitt 1 – links die Straßenmeisterei

Das im 1. Abschnitt bestehende Regenrückhaltebecken wurde zugeschüttet. Hier erwartet die Gemeinde Stolpe, dass im Jahr 2027 eine neue Rettungswache des Kreises Plön erbaut werden wird, direkt im Anschluss an die Straßenmeisterei.

Tischlerei in der Abendsonne – 2024