Friseur Kohlmorgen

Werner Kohlmorgen wurde am 19. Mai 1915 in Schlamersdorf in der Nähe von Bad Segeberg geboren. Anschließend zogen seine Eltern um nach Wankendorf, wo er aufwuchs. Bei Friseur Henry Jensen in der Bahnhofstraße machte er seine Lehre als Herrenfriseur. In Grömitz verbrachte er seine ersten Gesellenjahre.

W. Kohlmorgen als Geselle
Werner  Kohlmorgen als Geselle von Georg Kraatz

Danach wurde er als Soldat im 2. Weltkrieg eingezogen. Er geriet in englische Gefangenschaft und wurde erst 1948 entlassen.  1951 ließ er sich als Friseur in Stolpe nieder. Zuerst übte er sein Friseur-Handwerk bei Agnes Micheel aus. 1957 zog er mit seinem Friseurladen neben den Gemischtwarenladen  von Emil Hesse in der Dorfstraße 5. Durch die Haustür vorn ging es hier in einen Flur. Durch die rechte Tür gelangte man in den Gemischtwarenladen, durch die linke in den Herren-Friseursalon.

W. Kohlmorgen vor Salon
Werner  Kohlmorgen vor dem Salon neben dem Gemischtwarenladen von Emil Hesse

1957 heiratete Werner Kohlmorgen Annemarie Zehm aus Lunden in Dithmarschen. Gleichzeitig bezog er mit seiner Frau eine Wohnung im Haus Dorfstraße 1, Eingang links.

1972  siedelte er in die Dorfstraße1 um, wo Familie Kohlmorgen gleichzeitig die obere Wohnung von Hausbesitzer Ernst Vagt hinzu mietete. Der Friseursalon wurde in der Stube untergebracht. Links befand sich der Frisierstuhl vor einem Spiegel. Hinten an der Wand standen Stühle um einen Tisch, auf dem immer Mappen (Zeitschriften) lagen. Viele kamen auch nur einfach mal herein, um sich die neuesten Mappen anzusehen. Ein Herrenhaarschnitt kostete damals 10 DM.

Annemarie Kohlmorgen betrieb im Flur einen kleinen Stubenladen, wo es Getränke, Süßigkeiten und Zigaretten gab. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Auch nach Feierabend kam immer noch jemand vorbei um etwas zu kaufen. Es ging dörflich familiär zu.

Werner Kohlmorgen schnitt der männlichen Bevölkerung Stolpes die Haare, bis er 1981 mit seiner Frau Annemarie nach Wankendorf zog.

Er verstarb plötzlich und unerwartet am 23.1.1999.

 

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