Die Bahnhofswirtschaft

Bahnhofsgaststätte

1911 erbaute der Privatier Erichsen, ehemaliger Hufner vom Bocksberg, eine Gaststätte mit alkoholfreiem Ausschank bei der Haltestelle der Kleinbahn Kiel – Segeberg.

1929 erwarb der Händler Gustav Schlüter aus Nettelsee die Bahnhofsgaststätte.

Spätere Inhaber waren Dora und Friedrich Sarnow. Ihre Tochter Lotti heiratete Horst Lippert, der später die Gaststätte übernahm. Dora Sarnow war früher Köchin beim Grafen von Schwerin gewesen, Friedrich Sarnow sein Kammerdiener.

Er verpachtete die Gaststätte an Heinrich und Magda Tödt (Tante Magda), später an Adolf Ulfers, danach Verpachtung an Franz Krause von 1971 bis 1980.

Durchreisende konnten sich hier belegte Brötchen kaufen. Im Ausschank waren neben Kaffee auch Brause, Bier und Schnaps.

An der Theke konnten auch die Billets für die Fahrt mit der Kleinbahn Kiel – Segeberg erworben werden.

Im Hinterzimmer war auch die Spar- und Darlehenskasse  Stolpe (später Raiffeisenbank) eingerichtet. Ebenfalls befand sich dort die Gemeindeverwaltung, denn Friedrich Sarnow war vor und während der Zeit des 2. Weltkriegs Bürgermeister von Stolpe.

Zur Aufgabe des Bürgermeisters gehörte damals auch die Fleischbeschau nach der Hausschlachtung.

Ebenso wurden hier die Lebensmittelkarten für die Bevölkerung sortiert und ausgegeben.

Die Bahnhofsgaststätte war in Betrieb bis ca.1980. Sie war immer gut besucht.

Danach zog die Heizungs- und Sanitärfirma Kurt Cisewski in das Haus Bahnhofstraße 1 ein, bis heute.

 

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