Der Vicelinweg führt auch durch Stolpe

Logo des Vicelin-Radwegs

In den letzten Jahren wurden einige überregionale Radwege in Schleswig-Holstein gestaltet und ausgebaut. Einer davon ist der Vicelinweg. Er ist ein ca. 100 km langer Rundweg, ausgehend von Neumünster und auch dort wieder endend.

Der Vicelinweg folgt des Spuren des Heiligen Vicelin in Holstein. Er wurde um 1090 in Hameln geboren. Mit über 30 Jahren absolvierte er in Frankreich ein Theologiestudium. 1126 erfolgte die Priesterweihe durch den Magdeburger Erzbischof Norbert von Xanten. Danach wirkte er 26 Jahre als Missionar unter den Slawen. Er gründete Kirchen in Neumünster, Bad Segeberg, Preetz und Bornhöved. 1149 wurde er selbst zum Bischof des Bistums Oldenburg ernannt.

Statue des Heiligen Vicelin in der Klosteranlage Bordesholm

Er verstarb am 12. Dezember 1154 nach mehreren Schlaganfällen in Neumünster. Später wurden seine Gebeine in das Kloster Bordesholm überführt. Wo sein Grab aufzufinden ist, ist heute unbekannt.

Die Wegstrecke

Von Neumünster radelt man Richtung Osten nach Bornhöved. Von dort wendet sich der Weg nach Norden über Ruhwinkel auf dem Radweg an der K 43 nach Wankendorf. Stolpe beginnt auf der rechten Seite gleich hinter der Kirche.

Die Kirche zu Wankendorf und Stolpe

Man radelt weiter die Wankendorferstraße entlang. Am alten Altersheim von Stolpe biegt man nach rechts in den Wiesenweg ein und folgt dann nach links der Dorfstraße. Hier biegt hinter der Grundschule die Seestraße in Richtung Badestelle Stolpe ab. Bei gutem Wetter kann man ein Getränk und einen Imbiss an Marions Kiosk genießen, ebenso wie die Aussicht über den Stolper See. Weiter geht es die Dorfstraße hinauf. Dann biegt man rechts in den Gärtnersteg ein und fährt parallel zum Stolper See durch die schöne Knicklandschaft. Der Weg mündet nach rechts auf die Verbindungsstraße Stolpe – OT Depenau. Sofort dahinter durchquert man den Weiler Mühlenberg. Hier kann man rechts zur Depenauer Mühle abbiegen.

Depenauer Mühle im Tal

Hier steht man auf der Brücke über die Alte Schwentine und schaut dem stetig fließenden Wasser zu. Über den Parkplatz hat man noch einmal eine Gelegenheit ans Wasser des Stolper Sees zu kommen. Hier hat der AV Stolpe sein Gelände. Es ist ein sehr idyllisches und ruhiges Plätzchen zum Durchatmen. Weiter fährt man auf der Straße nach Depenau, mitten durch eine Kastanien- und Lindenallee. Zur rechten Hand liegt das geschichtsträchtige Gut Depenau. Es ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Besonders ist die große historische Auffahrtscheune des Gutes. Mit Vorsicht überquert man die Landesstraße 67 und fährt weiter auf einem wassergebundenen Weg in Richtung Löptin. Dieses Wegstück zwischen Feldern und an Knicks und alten Bäumen vorbei ist besonders idyllisch. Wenn man am Grenzstein Löptien Gräns angekommen ist, der auf der rechten Seite des Weges steht, hat man die flächenmäßig sehr große Gemeinde Stolpe durchradelt.

Erinnerung an den dänischen Gesamtstaat

Von Löptin mit dem Löptiner See, der von der Nettelau durchflossen wird, geht es weiter nach Preetz, dem weitesten Punkt des Vicelinwegs von Neumünster aus gesehen. Hier wendet sich der Streckenverlauf nach Westen über Brügge, Bordesholm, Mühbrook, über Großharrie bis zurück nach Neumünster.

Laut der Homepage www.vicelinweg.de verbindet der Radrundweg die Radfernwege Mönchsweg, Ochsenweg und die Holsteinische Schweiz Radtour.

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