Das Baugebiet Nr. 15 „Im Grund“ von 2000 – Eine Entstehung in drei bzw. fünf Bauabschnitten – 2001 bis 2016

Das zukünftige Baugebiet „im Grund“ – unbebaut

Die Zerrissenheit des Gemeindegebiets Stolpe durch die A 21 war immer wieder Veranlassung darüber nachzudenken, wie man beide Teile Stolpes – östlich und westlich der Autobahn – schlüssig zusammenführen könnte. Die Bauleitplanung für das neue 5 ha großen Baugebiet „Im Grund“ begann mit den Planungen 1998/1999 und dem Aufstellungsbeschluss im Jahr 2000.

Die Treppe zum Stolper Ei hinunter

Die Erschließung des 1, Bauabschnitts im Jahr 2001 wird durch einen beschrifteten Findling am Eingang des Gebiets datiert. Es sollte insgesamt 15 Jahre dauern, bis alle zuerst geplanten 53 Baugrundstücke erschlossen und bebaut wurden.

Findling mit Erschließungsjahr

Der 1. Bauabschnitt erfolgte von der Wankendorferstraße dem Zubringer in den Grund über das Stolper Ei bis zum Wendehammer

Einige der ersten Häuser

Die Bebauung des 1. Teilabschnitts mit knapp 20 Häusern gestaltete sich schwierig. Die Häuser auf der rechten Seite entstanden in rascher Reihenfolge, auch die Grundstücke rund um das Stolper Ei unterhalb der Treppe, aber die Grundstücke unterhalb des Hangs an der Wankendorferstraße stockten im Verkauf. War es die Sorge im Schatten des Hangs zu liegen oder die im Zuschnitt großen Grundstücke zu füllen? Auf jeden Fall antwortete die Gemeindevertretung mit der Zulassung von Stadtvillen und durch größere Flexibilität für die Farbe und Neigung der Dächer. Nur die Gebäudehöhe von 11 m war weiterhin unverhandelbar.

Die Treppe zum Stolper Ei – nun schon bebaut

Im Jahr 2010 war die Bebauung im 1. Abschnitt abgeschlossen.

Von der Wankendorferstraße bot sich der Blick auf ein buntes, vielfältiges Neubaugebiet „Im Grund“..

Blick im Herbst auf das bunte Neubaugebiet

Der 2. Bauabschnitt verlief parallel zum Knick, der Abgrenzung des Baugebiets nach Süden

Trotz der schleppenden Vermarktung im 1. Bauabschnitt entschloss sich die Gemeindevertretung den 2. Bauabschnitt anzugehen und durch die tolle Lage dieser, um den Verkauf anzukurbeln, was auch gelang,

Voraussetzung für die Planung war die „Bändigung“ eines Wasserabflusses, der vom Alten Bahndamm zum neu geschaffenen Regenrückhaltebecken hinter den Grundstücken am Wendehammer führte. Da er jahreszeitlich Wasser führte, wurde mit Blick auf die angrenzenden Grundstücke mit einigen Schwierigkeiten eine Verrohrung gebaut.

Blick auf die alte Verrohrung

In diesem Abschnitt wurde auf Wunsch der Eltern ein provisorischer Spielplatz angelegt, damit sie ihre Sprösslinge besser beaufsichtigen konnten. Der ursprünglich geplante Spielplatz war unterhalb des Alten Bahndamms im letzten Bauabschnitt gelegen. Nach der Fertigstellung wurde er mit einem geteerten Weg mit dem Spielplatz für die Kleinsten am Beginn des Alten Bahndamms und somit auch mit dem Ziegelweg verbunden.

Die hintere Ansicht vom Bahndamm aus gesehen

Aus ursprünglich zwei restlichen Bauabschnitten wurden ihrer drei

Der Spielplatz am endgültigen Standort

Aus den negativen Erfahrungen des 1. Bauabschnitts, in dem die Gemeinde mit 900 000 Euro in Vorleistung gegangen war, verkleinerte die Gemeinde gemeinsam mit der begleitenden Landgesellschaft SH die folgenden Bauabschnitte, um die Kosten übersichtlich zu halten. Zum Glück war seit 2010 das Zögern der Käufer vorbei und der Verkauf der restlichen Grundstücke verlief zügig, so dass insgesamt und letztendlich 52 Grundstücke bebaut wurden..

Anfang November 2016 gab Gemeindechef Holger Bajorat eine kleine Feier zum Abschluss des bisher größten Bauprojekts der Gemeinde Stolpe, das ca. 190 Neubürgern und -bürgerinnen ein neues Heim und dem Ort einen neuen Ortssteil beschert hat.