Landwirtschaft nach 1951

1951 kaufte der Tierzuchtdirektor Heinz-Erich Wandhoff das Gut Bundhorst von Graf Wolf Friedrich Eckbrecht von Dürckheim – Montmartin.

Angler Rinder auf der Weide
Angler Rinder auf der Weide

Herr Wandhoff hatte eine Zucht von Angler-Rindern (Milchvieh), sowie eine Zucht aus dem Angler Sattelschwein und dem Piétrainschwein, genannt das Vier-Schinken-Schwein.

In der alten Gärtnerei in der Nordwestecke des Gutes mit den großen Gewächshäusern wurden Gemüse und Blumen aufgezogen, die in Ascheberg im eigenen Gemüse- und Blumenladen direkt vor dem Bahnübergang verkauft wurden.

Im Schweinemaststall war die Korntrocknung untergebracht, ebenso das Düngerlager.

Die Milchwirtschaft wurde im Jahr 1969 aufgegeben, die Schweinezucht im Jahr 1982.

Piétraineber
Piétraineber

1966 begann die Putenzucht, zuerst mit 500 Puten, die später auf

15 000 Puten ausgeweitet wurde. Begonnen wurde die Zucht mit dem Europäischen Truthahn, der jedoch später durch die Amerikanische Breitbrustpute abgelöst wurde, des größeren Brustfleischs wegen.

1970 wurde die alte Gärtnerei in einen Putenstall umgewandelt.

Die Putenverkaufsstelle
Die Putenverkaufsstelle im neuen Gutshaus von 1928

Am 13.2.1979 brannte die alte Scheune an der Westseite des Hofes ab, der bis an die Straße heranreichte. Hierin wurde früher das Getreide gedroschen. An seiner Stelle entstand eine Scheune aus Wellblech, die weiter nach Norden versetzt wurde.

Neuer Putenstall
Neuer Putenstall

Die Hautschlachtzeit fing im September an und erreichte ihren Höhepunkt kurz vor Weihnachten. Ab Mitte November wurde täglich geschlachtet. In der Schlachtanlage des Hofes konnten bis zu 500 Puten am Tag geschlachtet werden. In drei Kühlräumen im Keller des Gutshauses wurden die Puten bis zum Verkauf aufbewahrt.

In der Putenaufzucht
In der Putenaufzucht

Gerupft wurden die Puten im Gutshaus von Frauen, die aus Ascheberg stammten. Sie wurden täglich von Frau Wandhoff abgeholt. In der Schlachtzeit wurden sie jeden Tag mit drei Mahlzeiten verpflegt, Die Puten wurden trocken von Hand gerupft. Gegen Abend war der Raum, das eigentliche Gästezimmer brusthoch mit Federn gefüllt. Das ging so bis zum Jahr 1979, danach erfolgte die Schlachtung maschinell.

In der Handschlachtung
In der Handschlachtung

Nach dem Brand im Jahr 2005 wurde die Putenzucht aufgegeben.

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