Industrie-Landwirt Gerhard Hammerschmidt

Treckerparade 1961

Wenn man das Gut Depenau bei Kiel betritt, wird man vergeblich nach gackernden Hühnern Ausschau halten. Dafür sind ratternde Motoren und Maschinen zu hören; es ist, als befinde man sich in einem Industrieunternehmen.

Deshalb ist es auch richtig, den Eigentümer dieses Gutes, Gerhard Hammerschmidt, einen industrialisierten Landwirt zu nennen. Der hoch gewachsene 49jährige Gutsherr, der vor Jahren mit seinen Brüdern die vom Großvater „gebaute“ (erworbene) Villa Hammerschmidt in Bonn an die Bundesrepublik verkaufte, entspricht in der Tat nicht den althergebrachten Vorstellungen von einem schleswig-holsteinischen Bauern.

Hammerschmidt rechnet und rationalisiert. Arbeitsabläufe werden oft mit der Stoppuhr kontrolliert, um sie rationeller zu gestalten. Und doch ist er von ganzem Herzen Landwirt. Von 1934 bis 1936 studierte er Landwirtschaft in Halle. Im gleichen Jahr wurde er Inspektor des 900 ha großen Familiengutes Depenau, das dann 1938 sein Eigentum wurde.

Der aktive Landwirt, der von 1950 bis 1953 seine Farm in Südafrika bewirtschaftete, der außerdem Bürgermeister von Depenau ist, stellt sich, nachdem er fünf Jahre im Vorstand des Kreisbauernverbandes Plön war, jetzt wieder zur Wahl.

Bei all seiner Arbeit kommt aber die Jagd nicht zu kurz, an der sich oft und gern seine holländische Frau und die fünf Kinder beteiligen. Und im Sommer wird auf dem nahe gelegenen See in einem selbst gebastelten Boot gesegelt.

erschienen am 30.01.1964 in einer Broschüre der Fa. Deutz

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