12jähriges Mädchen verbrannt

 

Erika Bartsch
Erika Bartsch

Am Freitag, den 24. Mai 1929 verunglückte vormittags in den Ferien die 12jährige Schülerin Erika Bartsch. Sie war die Tochter des Werftarbeiters Friedrich Bartsch und seiner Frau Johanna. Sie lebten in der Dorfstraße 43 rechts.

Erika hatte in der elterlichen Küche am Herd mit dem Wasserkessel hantiert, während ihre Eltern, der 15jährige Bruder Willy und die jüngere Schwester Gertrud hinten im Garten arbeiteten. Das elterliche Grundstück reichte hinab bis zum See.

Auf dem Herd waren einige Ringe entfernt, damit das Feuer besser ausgenutzt werden konnte. Eine Windbö verfing sich im Schornstein, und das Buschholz loderte im Ofen hoch auf.

Dabei fing Erikas Kleidung Feuer. Sie geriet in Panik, und obwohl in zwei Metern Entfernung in der Küche auf der Wasserbank zwei gefüllte 10Liter-Eimer Wasser standen, lief sie hinaus in den Garten, vorbei an der vollgefüllten Regenwassertonne, die ebenfalls ihre Rettung gewesen wäre. Und so lief sie als brennende Fackel 50m hinein in den Garten zu ihren Eltern und Geschwistern.

Dort befand sich jedoch  kein Wasser. Die Eltern versuchten das Feuer mit Erde zu löschen, aber die Verbrennungen waren so stark, dass Erika am selben Nachmittag verstarb.

 

Am Tage des Schulanfangs wurde sie unter  geschlossener Beteiligung der ganzen Schule auf dem Friedhof zu Wankendorf beigesetzt.

 

 

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