Starker Frost im Winter 1928/29

aus der Schulchronik

Kurz nach Weihnachten 1928 trat eine starke Frostperiode ein, die bis zum 20. Februar 1929 dauerte. Die älteren Leute erinnerten sich eines solchen starken und lang andauernden Frostes nicht mehr. Am kältesten Tag, Sonntag den 10. Februar zeigte das Minimum-Maximum-Thermometer -24°C. Dann kamen sehr starke Schneefälle, sodass der Schneepflug oft in Tätigkeit treten musste. Feuerung (besonders Briketts) wurde sehr knapp und teuer. Während in manchen Städten und Gemeinden die Schule der Kohlennot wegen geschlossen werden mussten, konnte hier der Unterricht in vollem Umfang aufrechterhalten werden. Trotz des hohen Schneefalles war der Schulbesuch regelmäßig. Auf dem Kirchhof war der Boden 80 m tief gefroren, obgleich er mit einer Grasnarbe und einer 40 cm starken Schneeschicht bedeckt war. Erst Anfang März trat allmählich Tauwetter ein. Die Eisdecke des Sees aber wich erst in der 3. Märzwoche. Mit dem beginnenden Tauwetter wurden die Wege unergründlich tief.

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