Vom Pflanzen- zum Molchsammeln II

7 Betonbecken sollen möglichst leer gefischt werden

Der Tag der Abfischaktion

Am Sonntag den 19. September 2021 füllte es sich um 10 Uhr an den ehemaligen Beton-Anzuchtbecken von re-natur mit Freiwilligen. Der Umweltbeauftrage der Gemeinde Stolpe Dr. Matthias Voigt, natürlich wie immer dabei Frank und Katrin vom Urzeithof und die Mädchen. Heiko und Sabine, Michael mit den Jungs sowie Bauausschussvorsitzender Thomas Wendt und Thea Künstler zur Dokumentation. Unser Projektleiter Dr. Florian Liedl hatte seine Familie nebst den Enkeln mitgebracht sowie einige Mitarbeiter*innen. Insgesamt waren es über 20 Menschen, ohne und mit Wathose, aber immer mit Kescher und Gummistiefeln.

Kaffee und Schnittchen vom Urzeithof neben den Molcheimern

Und so wurden Molch für Molch, Frosch für Frosch, Kaulquappe für Kaulquappe aus dem trüben Wasser gefischt und in den mit Wasser befüllten Eimern mit Deckeln verstaut.

Schnittchen auf der Froschkiste

Die Frösche kamen in eine große Kiste – diese erst recht mit Deckel, denn die größeren von ihnen springen ohne Problem aus dem Stand heraus ein paar Meter weit und hoch.

Bürgermeister Bajorat

Mittags wurden wir mit Schnittchen aus dem Urzeithof Café versorgt, eine Spende von Bürgermeister Holger Bajorat, der sich für eine halbe Stunde zur Beobachtung der Aktion dazugesellte.

Das Ergebnis nach 4 Stunden Arbeit konnte sich sehen lassen. 30 Kammmolche, über 80 zum Teil ganz kleine Teichmolche, fast 30 Frösche und nochmal so viele Kaulquappen. Alle wurden im Auto bequem zum Ausgleichsgewässer kutschiert und in die Freiheit entlassen.

Der Teich entwickelt sich

Einige Krebscheren hatten sich dort schon zu Inseln zusammengeschoben. Der perfekte Schutz vor räuberischen Vögeln.

Die Frösche werden in die Freiheit entlassen

Die morgendliche Absammelrunde an den beiden Krötenschutzzäunen geht indes weiter. Bei den bislang milden Temperaturen denken die Molche nur selten daran, ihr Gewässer zu verlassen. Es ist schon frustig für die ehrenamtlichen Helfer*innen an vielen Tagen die Meldung „Nix gefangen“ durchgeben zu müssen.

Es ist eine großartige Gruppenleistung der ehrenamtlichen Stolper Kammmolchgruppe über zwei Monate frühmorgendliche Kontrollgänge durchzuführen und die Fänge bei Matthias abzuliefern, der sie eigenhändig zum Teich bringt.

Anfang Oktober werden die Folienteiche mit schwerem Gerät entfernt. Hoffen wir, dass noch der eine oder andere Molch sich besinnt und freiwillig in einem der Eimer landet!

Danke an alle für diese tatkräftige Naturschutzaktion!

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