Bauleitplan Nr. 13 – Das kleine Baugebiet „Schwarzer Weg“ von 1994

Der Schwarze Weg im Außenbereich

Der Name Schwarzer Weg ist nicht willkürlich gewählt, sondern er bezeichnet einen alten Weg vom Beginn des Kielerkamper Wegs bis zum Hof Missenkamp, Mißmaaßener Str. 2. Vom Hof Missenkamp führt der Schwarze Weg weiter bis zum Hof Hoheneiche am Mißmaaßener Weg 1.

Der Schwarze Weg führt im Außenbereich vorbei am Umspannwerk der Schleswig-Holstein Netz AG.

Das Umspannwerk am Schwarzen Weg

Der Schwarze Weg war linksseitig schon seit 1953 bebaut. Hier errichtete die SCHLESWAG, der Vorläufer der e-on, ein Schalthaus mit Wohnhaus zur Versorgung der Gemeinde Stolpe mit Elektrizität, zuerst mit einer Spannung von 110 V.

Das Schleswag-Gebäude 1954

Der Schaltturm sowie das Wohnhaus mit Anbauten stehen heute noch, haben aber bis auf das Wohnhaus keine Funktion mehr. Die linke Seite des Schwarzen Wegs im Innenbereich erhielt noch ein Einfamilienhaus. Das Nachbarhaus östlich gehört schon zur Bahnhofstraße, das westlich zur Schaltstation gelegene zum Steinkamp.

Der Schaltturm heute

Die 1990er Jahre bescherten Stolpe einen wahren Bauboom, man suchte eine kleine Gemeinde als Zuhause für seine junge Familie aus, die verkehrsgünstig zu den Städten Kiel, Neumünster, Segeberg und Plön lag.

So erhöhte sich auch im Bahnhofsviertel der Baudruck auf Flächen, wo man glaubte, noch Einfamilienhäuser errichten zu können. Es gab seit vielen Jahren eine Grundschule im Ortskern, die gerade schon einen Erweiterungsbau erhielt, um die boomende Bevölkerung zu versorgen. Nur der Kindergarten befand sich noch 2 km entfernt in Wankendorf.

Nun bot sich im Jahr 1994 eine Fläche nördlich des schon bis zum Steinkamp asphaltierten Schwarzen Weges an, die ursprünglich zum Hof Silgenwisch am Kielerkamper Weg, gehörte.  Sie hatte Platz für bis zu 6 Grundstücke nebeneinander. Begrenzt wurde das Baugebiet nach Norden hin durch einen Knick.

Das zuerst entstandene EFH – idyllisch eingewachsen

Bebaut wurden diese 6 Grundstücke mit Einfamilienhäusern mit jeweils einer Zufahrt für drei Grundstücke. Diese mussten durch den bestehenden Knick direkt an der Straße geführt werden.

Entstanden war ein kleines, in sich abgeschlossenes Wohngebiet, das an die leicht hügelige Landschaft am Kielerkamper Weg anschließt.