Winterszenario am See

Die meisten von uns können dem Winter gar nicht mehr so viel abgewinnen.

Und doch, wenn man zum See hinunter geht, ergeben sich viele schöne Blickwinkel. Jeden Tag ist der See anders. Mal ist er fast diesig und still, dann braust der Ostwind mit Windstärke 5 oder 6 heran und zerteilt die sich gerade bildende Eisschicht in kleine Eisschollen, die in den heftigen Bewegungen der Wellen aneinanderstoßen. Der See klirrt, wie ein Windspiel, das vom Wind angestoßen wird. Die Blässhühner tanzen auf den Wellen, vom Ufer kaum auszumachen bei dem Wellengang

Am nächsten Tag ist der Wind wieder abgeflaut. Bei den stetigen Frostgraden frieren die Eisschollen wieder zusammen. Es bildet sich eine zusammenhängende Eisdecke, die jedoch immer wieder noch unterbrochen ist durch freies Wasser.

Die Kinder sind ungeduldig und wollen unbedingt schon aufs Eis. Aber es ist so brüchig. Da wird es noch einige Tage dauern, bis die Eisdecke trägt.

Ein besonders schöner Anblick sind die Reiher, die in diesen Tagen Rast am Stolper See gefunden haben. Immer wieder tauchen einer oder mehrere von ihnen an der Badestelle auf. Sie waten im flachen Wasser nahe am Schilf, um sich mit dem Schnabel Weißfische heraus zu angeln, von denen sie sich in allererster Linie ernähren.

Aber auch die Singschwäne lassen sich hin- und wieder sehen. Zu zweit überfliegen sie mit ihren weiten Schwingen den Stolper See in seiner Länge, für sie nur ein kurzes Wegstück. Sie füllen ihre Reserven mit der Wintersaat auf den Perdoeler Feldern auf.

Es lohnt sich doch immer wieder dem winterlichen See einen Besuch abzustatten.

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