Wanderung um den Stolper See

Karte Wanderung um Stolper See

Karte für die Wanderung um Stolper See

Länge: ca. 8 km

Dauer: 2,5 h

Man startet in Stolpe an der Schule mit Richtung Mühlenberg und gelangt  über den Gärtnersteg auf einen Wanderweg, der oberhalb des Stolper Sees verläuft.

Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den See. Die Farbe des Stolper Sees wechselt mit jedem Wetter, vom kräftigen mittelblau am Nachmittag bei Sonnenschein bis hin zu einer spiegelnden grauen Fläche bei Windstille und bewölktem Himmel.

Beim inzwischen abgerissenen alten Blechschuppen steht eine Bank, von der man aus einen herrlichen Blick über den See auf die Felder der Güter Perdoel und Diekhof hat.

Der alte Melkstand

Der alte Melkstand von Landwirt Böttiger – heute ist er abgerissen

 

Und weiter geht es zwischen Weiden und Feldern, bis der Weg unvermutet in einem scharfen Knick Richtung Westen abbiegt. Noch einmal bietet sich hier ein traumhafter Blick zum Nordende des Sees.

An der Straße zwischen Stolpe und Depenau muss man nun ein kleines Stück auf der linken Seite laufen, bis man die Häuser des Ortsteils Mühlenberg erreicht.

Hier beginnt wieder ein Fußweg, auf dem man vorbei an gepflegten Häusern und der ehemaligen Pension am Mühlenberg zum früheren Hof Lüttjohann gelangt. Hier überquert man die Straße und läuft auf einem Fußweg hinunter zur alten Depenauer Mühle.

Mühle im Tal

Mühle im Tal

Vor 20 Jahren hörte man hier noch Kinderlachen und die Erwachsenen saßen gemütlich vor dem Haus. Nachdem die neuen Besitzer die Bewohner aus dem Haus hatten, blieb die Mühle unbewohnt. Sie stand lange verlassen und verfiel immer mehr. Ein Bild des Jammers. Erst nach einem erneuten Besitzerwechsel im Jahr 2006 restaurierte die Familie von Hobe das Mühlengebäude, das inzwischen vom Abriss bedroht war. Nun fehlt noch eine Nutzunmg für das Gebäude. Aber da ist Geduld angesagt.

Das alte Müllerhaus und das gegenüberliegende Jägerhaus auf der anderen Seite der Alten Schwentine konnten verkauft werden und erstrahlen nun auch in neuem Glanz.

Jägerhaus

Neu renoviertes Jägerhaus an der Depenauer Mühle

Als sich der sogenannte Geheimtipp herum gesprochen hatte, war die Ruhe und Idylle dahin. Wilde Camper, Badegäste von überall her trafen sich hier, lärmten und hinterließen ihren Müll. Bis eines Tages dann die Wiese eingezäunt war…

Gestraft waren letztendlich die Einheimischen.

Am Ostufer des Sees

Wanderer am Ostufer des Sees

Im weiteren Verlauf liegt ein herrlicher Bruchhangwald zur Seeseite hin, während gen Osten die großen Feldschläge der Güter Perdoel und Diekhof beginnen. Wir verlassen den Wald und gelangen über einen Wiesenweg bis zur wundervollen Eichenallee, die nach rechts zur K 14 hinläuft, von wo man nach Perdoel gelangt, leider auf der Landstraße, die auch hier mit alten Bäumen gesäumt ist. Direkt an der Einmündung zur Straße steht ein alter, vom Blitzschlag ausgehöhlter Baum, in dem sich ein Kind gut verstecken kann.

An der Straße gelangt man zum Gut Perdoel, dessen Torhaus mit der Stundenglocke gut erhalten ist. Beidseits der Straße liegen die alten Gutsarbeiterhäuser in liebevoll gepflegten Gärten.

Torhaus von Gut Perdoel

Torhaus von Gut Perdoel

Wir finden rechts der Straße den alten Weg zum Gut Perdoel, der noch mit Kopfsteinpflaster gepflastert ist. Der Weg führt über die Brücke über die Alte Schwentine, die hier dem Stolper See zustrebt. Wir machen einen kleinen Abstecher nach rechts in den Bruchwald hinein und folgen einem Trampelpfad längs des Baches. Nach kurzem Weg stehen wir vor der Mündung der Alten Schwentine in den Stolper See. Wildromantisch dürfen Bäume hier umfallen, überwuchert gleich von Pflanzen und Moosen. Der Blick fällt auf die Westseite des Sees, wo man die Badebucht der Stolper Badestelle erkennen kann.

Blick von der Mündung der Alten Schwentine

Blick von der Mündung der Alten Schwentine auf die Häusr von Stolpe

Weiter gehen wir den Pfad zurück und folgen dem alten Gutsweg zur Straße nach Wankendorf. Nach einem kurzen Stück an der Straße sieht man zur linken Seite durch die Eisenbahnunterführung hindurch den Weg in Richtung Schierensee.

Wir aber lassen diesen Wink auf eine neue Wanderung links liegen und gehen auf dem Bürgersteig bis zum Stolper Weg, in den wir nach rechts einbiegen und parallel zur Autobahn nach Stolpe zurückgehen. Die Nähe der Autobahn ist zwar störend, aber uns tröstet der Blick nach rechts ins Stolper Moor, ein Niedermoorgebiet entlang der Schierenseer Au, die im Süden in den Stolper See fließt und die Abwässer des modernen Klärwerks in den See einträgt.

Blick ins Stolper Moor im Mai

Blick ins Stolper Moor im Mai

Die Gemeinde Stolpe kaufte nach und nach die Parzellen im Moor auf, und schrieb sie ihrem Öko-Konto zugute. So dient Naturschutz der Gemeinde und der Natur.

Galloway-Robustrinder beweiden nun die Feuchtwiesen des Moores, um den Feuchtgrünlandcharakter zu erhalten. Wasserseitig bilden sich Erlenbrüche, die am See in eine breite Schilfzone übergehen.

Über den Moorredder betreten wir wieder die Stolper Dorfstraße und laufen zur Schule hinauf.

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