Das alte Vorwerk

Das Haus Bundhorst 15

Das Haus Bundhorst 15 – die alte Schmiedekate

Direkt an der Grenze zu Ascheberg, an der Straße von Depenau nach Ascheberg lag das alte Vorwerk von Bundhorst. Bis 1947 gab es hier nur die alte Schmiedekate, und die heutigen Besitzer erzählten, dass dort ganz früher ein Zollhäuschen gestanden haben soll. Vielleicht lag es daran, dass das Land bis dort im Einflussgebiet der Plöner Herrscher stand, während Gut Kühren, zu dem Bundhorst früher zugehörig war, ein eigener Herrschaftsbereich war.

In der alten Schmiedekate soll bis 1947 der alte Schmiedemeister Bock gelebt und gearbeitet haben. Die heutigen Besitzer finden immer wieder eiserne Stücke in der Gartenerde vergraben.

Im Jahr 1947 verkaufte Wolf Friedrich Graf von Dürckheim-Montmartin 33 ha an seinen ehemaligen Vorgesetzten, den Korvettenkapitän Martin Borchert, ebenso wie er den westlichen Teil seiner Besitzungen an den Offizier Henning von Quast verkauft hatte.

Martin Borchert, der am 25.8.1899 in Kolberg/Westpommern geboren wurde, war im 2. Weltkrieg Offizier der Marine in Kiel. Von 1942 bis 1945 arbeitete er im Referat für Aktiven Offiziersnachwuchs. Nach dem Krieg konnte er nicht zurück in seine Heimat. Und so kaufte er mit einem Darlehen des Kulturamtes Land und erbaute dort den Hof, heute Bundhorst 13. Auf seinem Hof hatte er eine Arbeiterwohnung für einen landwirtschaftlichen Helfer mit Familie eingeplant. Zur Erntezeit stellte er weitere Helfer ein. Bereits 1955 verpachtete er die Ländereien und den Stall an Gut Bundhorst. Er selbst ging wieder als Offizier zur Bundeswehr. Er blieb allerdings mit seiner Familie auf dem Resthof wohnen. In der Landtagswahl 1957 kandidierte er als Kandidat für die konservative Deutsche Partei (DP). Im Jahr 1959 verkaufte er seinen Hof in einem guten Zustand an den Landwirt Hans-Jürgen Koll.

Zusammen mit seiner Frau Wiebke Marie geb. Jess bewirtschaftete Hans-Jürgen Koll den Hof bis 1963. Man besaß Kühe und Schweine und baute Getreide an, zur Fütterung der Tiere. Der Überschuss wurde verkauft. Pferde gab es auf dem Hof schon nicht mehr. Die schwere Arbeit machte ein Deutz-Traktor. Es war kein leichtes Leben für die Eheleute Koll. Nachdem seine Frau Marie im Alter von nur 51 Jahren plötzlich am Gehirnschlag verstarb, gab er den Hof auf. Im November 1965 überschrieb er ihn an seinen Sohn, den Landwirt Klaus Dieter Koll (* 1941). Gemeinsam mit seiner Frau Ilse geb. Meier (* 1943) bewirtschaftete Klaus Dieter Koll den Hof nun über 18 Jahre lang. 1983 dann war klar, dass der Hof zu klein für eine gute wirtschaftliche Entwicklung war. Er verkaufte 28 ha Land und verdingte sich als LKW-Fahrer. Im Nebenerwerb wurde der Hof mit nun 5 ha weitergeführt.  1988 wurde die Schmiedekate, die bis dahin zum Hof gehört hatte, an Privatleute verkauft, die die Kate zu einem ansehnlichen Reetdachhaus umbauten.

Das Haus Bundhorst Nr. 13

Das Haus Bundhorst Nr. 13 – der alte Hof Koll

Nun im Rentenalter, verkaufte Familie Koll 2007 den Resthof mit 5 ha Land an Dieter Brandt. Klaus-Dieter und Ilse Koll zogen nach Glasholz in ihr neues Einfamilienhaus.

 

 

 

 

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